Andere analysieren ist gar nicht so schwer, Regel 1.

Die Tage bekam ich eine Anfrage, ich sollte die Körpersprache von Fürst Albert und Fürstin Charlène für die Bunte analysieren. Die beiden zeigten, sehr wahrscheinlich ungewollt, wie sehr wir Menschen Verhalten von anderen erwarten und einfordern. In fast jeder Situation erwarten wir unbewusst ein bestimmtes Verhalten von unseren Mitmenschen. Wir beobachten sehr genau, ob diese Erwartung eingehalten wird oder nicht und fällen aufgrund dieser Beobachtung unser Urteil und unsere Meinung. Ist das gerecht und auch richtig?

Natürlich gibt es immer wieder Situationen, in denen unser Urteil nicht stimmt. In der Mehrzahl der Fälle liegen wir richtig und in manchen Situationen sind wir unsicher. Wie kann man nun besser in der Beurteilung einer Situation werden?

Wir dürfen uns darüber im Klaren sein, dass wir diese Erwartungen haben. Ein Paar hat sich drei Monate nicht gesehen, sie ist krank und sichtbar abgemagert. Wie stellst du dir das Wiedersehen vor? Welche Bilder kommen dir dazu in den Kopf?

Du kannst dir z. B. vorstellen, dass sie sich innig umarmen, er ihr Halt und Sicherheit gibt. Die Augen den verpassten Blickkontakt der letzten Monate aufholen und es ausnahmsweise so ist, dass die Kinder nicht im Mittelpunkt stehen, sondern die erkrankte Person. Sobald du diese Vorstellung des Wiedersehens in deinem Kopf hast, wird dein Gehirn alle Situationen mit diesem Bild vergleichen. Stimmt das Gesehene nicht mit deinen Bildern überein, dann wirst du vorsichtig und beginnst die Dinge zu hinterfragen. Es ergibt sich dann ein klares Bild des Betruges für dich. Haben dieses Gefühl mehrere Menschen, dann ist es keine Einzelmeinung mehr, sondern eine Gruppenmeinung, die schnell zum Standard werden kann. Meine Analyse des Fürstenpaares beruht auf diesen Standards des menschlichen Miteinanders. Diese Standards haben sich in Jahrtausenden ausgebildet, wir nennen es Körpersprache. Also folge zuerst deinem Gefühl, was sagt dir dieses und beurteile dieses Gefühl nicht. Frage dich dabei, wie stehst du zu der oder den Personen? Wird die Wahrnehmung von deinen Gefühlen verzehrt? So wie es z.B. bei Frischverliebten immer wieder vorkommt oder wir unsere Kinder nicht richtig wahrnehmen können. Diesen Prozess wende so oft an, wie es nur geht. Du wirst nur ein richtig guter Menschenkenner, wenn du dein Gehirn trainierst und das immer und immer wieder. Schritt zwei und drei folgen dann nächste Woche und warum Scott Peterson aufgrund "falschem" Verhaltens leichter die Todesstrafe bekam.


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