Beschwichtigen oder sich positionieren?



Es gibt immer wieder Situationen im Leben, in denen wir uns entscheiden müssen, ob wir in einer Kommunikation lieber beschwichtigen wollen oder uns positionieren. Eine Entscheidung, die nicht immer leicht fällt. Besonders dann, wenn der oder die anderen Kommunikationsteilnehmer eher dominant oder aggressiv vorgehen. Oft geben wir dann unser eigenes Interesse auf und lassen den anderen gewähren. Doch ist das wirklich immer die beste Lösung? Ist es tatsächlich so, dass der aggressivere oder dominantere häufiger recht hat?

Meistens besitzt diese Person nur mehr Durchsetzungskraft. Wie geht man nun damit um? Wie kann man sich gegen solche Menschen durchsetzen?

Als allererstes, die Regel, die wir als Kinder öfter gehört haben, dass solche Menschen das Interesse an uns verlieren, wenn man sie ignoriert, stimmt hinten und vorn nicht. Sie führt meistens zu einer weiteren Eskalation. Was macht ein Mensch, wenn er in einen Fahrstuhl einsteigt und auf den Knopf für seine Etage drückt und es passiert nichts? Kurz, irgendwann drückt er wie wild auf dem Knopf herum und erwartet eine Reaktion. So ähnlich gehen Menschen vor, wenn sie von anderen ignoriert werden. Ignorieren führt dazu, dass der andere Mensch sich nicht mehr gesehen und verstanden fühlt und eine weitere Maßnahme von ihm ergriffen wird, um diese Situation zu verändern.

Wir dürfen den dominanten Menschen sehen und erkennen und dann entsprechend auf sein persönliches Verhaltensmuster reagieren. Dominanten Menschen verhalten sich nicht alle gleich. Manche von ihnen arbeiten sehr gerne mit Moral oder mit unterschwelliger Steuerung, andere wieder mit offener Aggressivität. Jedes dieser Verhalten lässt Rückschlüsse auf die Person zu und du solltest sie erkennen können, um dich leichter gegen diese Menschen durchzusetzen und für dich einzutreten. Gleichzeitig ist es wichtig, deine Körpersprache auf diese Menschen einzustellen und dir anzutrainieren, mit den passenden Gesten die Diskussion zu gewinnen. Durch das richtige Einsetzen deiner Stimme, wird es dir noch leichter fallen, den anderen zu beeindrucken. Wenn du dir bewusst bist, welches Verhalten du bisher an den Tag gelegt hast und wie es dem anderen geholfen hat dich zu dominieren, bist du einen riesigen Schritt weiter.

Menschen reagieren auf z.B. ängstliche Menschen entweder mit dem Beschützerinstinkt oder dem Wunsch diese zu dominieren. Sich körperlich oder verbal kleinmachen, ist eine herrliche Einladung für Dominanz. Wie oft machst du dich selber mit deinen Worten klein oder nimmst deinen Platz nicht ein? Es wird Zeit, das zu ändern und alle an deinen Fähigkeiten teilhaben zu lassen.